Am Donnerstag, dem 30. April 2026, fand in der Bibliothek der GSG eine besondere Vorleseaktion statt, die zahlreiche Schülerinnen und Schüler anzog. Im Mittelpunkt stand der Jugendroman „Die Scanner“ von Robert M. Sonntag, der eine eindrucksvolle Zukunftsvision entwirft.
Der Roman spielt im Jahr 2035 in einer Welt ohne gedruckte Bücher. Weder Romane noch Zeitungen oder Zeitschriften existieren in physischer Form, denn sämtliches Wissen ist ausschließlich digital verfügbar. Die Hauptfigur Rob wächst in dieser Realität auf und kennt Bücher nur noch als Datensätze. Erst durch die Begegnung mit einer geheimen Büchergilde, die an echten Büchern festhält, beginnt er, das System kritisch zu hinterfragen. Für ihn entwickelt sich daraus ein spannendes Abenteuer, das grundlegende Fragen zu Wissen, Freiheit und der Bedeutung von Geschichten aufwirft.
Die Lesung wurde von Schulleiterin Dr. Christina Neder sowie Hanna Hensel aus der Klasse 6d gestaltet, die als Siegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs ihr Können unter Beweis stellte. Gemeinsam nahmen sie das Publikum mit in die dystopische Welt des Romans.
Besonders hervorzuheben ist die lebendige Atmosphäre während der Veranstaltung: Die Bibliothek war sehr gut gefüllt und immer wieder kam es zu anregenden Gesprächen zwischen der Schulleiterin und den Zuhörenden. Dr. Christina Neder stellte gezielte, kritische Rückfragen zur im Roman dargestellten Zukunft. Dabei ging es unter anderem um die Frage, welche Risiken eine rein digitale Wissensgesellschaft mit sich bringen könnte und welchen Wert gedruckte Bücher auch heute noch haben.
Diese interaktiven Elemente machten die Vorleseaktion zu einem besonderen Erlebnis, das weit über das reine Zuhören hinausging. Die Veranstaltung regte zum Nachdenken an und zeigte eindrucksvoll, wie Literatur dazu beitragen kann, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu reflektieren.







