Wie war es, als Jugendlicher in der Zeit des Nationalsozialismus aufzuwachsen? Was können wir aus dem Widerstand der Geschwister Scholl lernen? Und wie können wir uns heute aktiv gegen Ausgrenzung und für ein vielfältiges Miteinander einsetzen?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die Klasse 7F im Rahmen ihrer Projektwoche Mite September 2026 zum Thema „Erinnerungskultur, Geschwister Scholl und Vielfalt“. Dabei erwartete die Schülerinnen und Schüler eine abwechslungsreiche Woche mit spannenden Einblicken in die Vergangenheit, kreativen Aufgaben und zwei besonderen außerschulischen Lernorten.
Montag – Jugend im Nationalsozialismus: Geschichte aus erster Hand
Zum Auftakt der Projektwoche setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Leben junger Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Urgroßmutter einer Schülerin der Klasse. Als Zeitzeugin berichtete sie von ihren persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen aus dieser Zeit und beantwortete die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler. So wurde Geschichte auf eine ganz persönliche Weise greifbar und lebendig.
Dienstag – Die Geschwister Scholl und die Weiße Rose
Am zweiten Projekttag stand der Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit den Geschwistern Hans und Sophie Scholl sowie der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. In selbst erstellten Präsentationen erarbeiteten sie die Hintergründe, Ziele und Aktionen der Widerstandsgruppe und setzten sich mit der Frage auseinander, welche Bedeutung Mut, Zivilcourage und das Eintreten für die eigenen Überzeugungen haben.
Mittwoch – Gemeinsam gegen Ausgrenzung und für Vielfalt
Wie können wir aus der Vergangenheit lernen und uns heute für ein respektvolles Miteinander einsetzen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Klasse am Mittwoch im Rahmen eines kreativen Klassenwettbewerbs.
Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Vielfalt auseinandergesetzt hatten, entwickelten sie eigene Beiträge, um ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt zu setzen. Ob Präsentation, Video, Plakat oder eine ganz andere kreative Idee – die Schülerinnen und Schüler konnten selbst entscheiden, wie sie ihre Botschaften gestalten und vermitteln wollten.
Donnerstag – Vielfalt auf und neben dem Fußballplatz
Am Donnerstag führte die Projektwoche in das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund. Im Rahmen eines Workshops beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Vielfalt und dessen Bedeutung im Fußball. Dabei wurde deutlich, dass Fußball Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Lebensweise zusammenbringen kann. Gleichzeitig bot der Workshop die Gelegenheit, sich mit Ausgrenzung und Diskriminierung auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, wie ein respektvolles und faires Miteinander auf und neben dem Fußballplatz gelingen kann.
Freitag – Vielfalt durch die Linse: Kreativworkshop im Dortmunder U
Zum Abschluss der Projektwoche besuchte die Klasse das Dortmunder U. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Kreativität in einem besonderen Fotoworkshop unter Beweis stellen. Mit professionellem Fotoequipment entwickelten und fotografierten sie eigene Bildideen zum Thema Vielfalt. Dabei konnten sie ihre persönlichen Vorstellungen von Vielfalt, Gemeinschaft und Zusammenhalt auf kreative Weise zum Ausdruck bringen.
Eine Projektwoche, die zum Nachdenken anregt
Die Projektwoche bot der Klasse 7F die Gelegenheit, sich auf ganz unterschiedliche Weise mit unserer Geschichte und den Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Von persönlichen Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus über den mutigen Widerstand der Geschwister Scholl bis hin zur kreativen Auseinandersetzung mit Vielfalt und Zusammenhalt wurde deutlich, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind.
Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur ihr historisches Wissen erweitern, sondern auch eigene Ideen entwickeln, Perspektiven wechseln und sich mit der Bedeutung von Zivilcourage, Toleranz und gegenseitigem Respekt beschäftigen.
Eine abwechslungsreiche Woche mit vielen Eindrücken, neuen Erfahrungen und einer wichtigen Botschaft: Erinnerungskultur bedeutet nicht nur, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, sondern auch, Verantwortung für unser heutiges und zukünftiges Zusammenleben zu übernehmen.







